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von Köhlers Forsthaus

Wilhelmshaven, Hafenstadt mit Flair.

Wilhelmshaven wurde 1856 als preußischer Kriegshafen gegründet und ist der größte Marinestützpunkt sowie der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands sowie wichtigsten Ölhafen.

Das Meer ist allgegenwärtig, das Thema Meer und Küste findet sich auch im kulturellen Angebot wieder. Die Maritime Meile bietet drei dieser Stationen:

Das denkmalgeschützte Aquarium zeigt die aquatischen Lebensräume der Erde – beginnend mit der heimischen Unterwasserwelt mit etwa 60 Tierarten aus Wattenmeer und Nordsee präsentiert. Die Reise geht weiter ins Atlantikbecken und in die Arktis, was weltweit einmalig ist. Es geht in die suptropischen/tropischen Meere – im Mittelpunkt steht hier ein 200.000 Liter fassendes Becken mit bunten bis skurrilen Meeresbewohnern.

Des Wattenmeer-Besucherzentrum widmet sich dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer mit der Hauptattraktion, eine Pottwal-Ausstellung mit dem 1994 vor der Nordseeinsel Baltrum gefundenem Skeletts eines 14 m langen Exemplars dieser Gattung.

Im Küstenmuseum am Bontekai geht es mit Ausstellungen um das Thema Küste: Archäologie, Geologie, Siedlungs- und Kunstgeschichte. Am Bontekai liegen im Sommer Großsegler

Das Wahrzeichen von Wilhelmshaven ist die 1907 eröffnete Kaiser-Wilhelm-Brücke. Sie ist mit 159 m Länge die größte Drehbrücke Europas und denkmalgeschützt.

Neben der Brücke liegen das ehemalige Segelschiff von 1906, das Weser-Feuerschiff „Norderney“ sowie der letzte dampfbetriebene deutsche Seetonnenleger „Kapitän Meyer“.

Was wäre ein Kriegshafen ohne ein Marine-Museum. In dem spektakulärem Museum wird Deutsche Marinegeschichte spannend gezeigt: Jagdbomber, Marineboote und ein riesiges begehbares U-Boot, der Lenkwaffen-Zerstörer „Mölders“ sowie das Minenjagdboot Weilheim und das Unterseeboot U10 sind zu besichtigen.

Mit dem neuen Mega-Port „Jade Weser Port“ und den größten Containerbrücken der Welt entstand ein Hafen mit tideunabhängiger Wassertiefe von 18 m, die Kailänge hat 1,7 km, die Umschlagkapazität beträgt 2.7 Mio. Containern jährlich. Für die neuen Großcontainerschiffe mit 400 m Länge und einer Kapazität von über 18.000 Containern ist Wilhelmshaven als Umschlaghafen für die Zukunft gerüstet. Im JadeWeserPort-InfoCenter kann man sich u. a. über die Containerschifffahrt im Allgemeinen informieren.

Ruhiger geht’s im idyllischen Rüstersiel zu. In dem überschaubaren Sielhafen machen nur Freizeitkutter und Segelschiffe fest.

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten: das 1927-1929 erbaute Rathaus, ein eigenwilliger Klinkefotoliarbau als beeindruckendes Beispiel monumentaler Backsteinarchitektur. Die wilhelminische Christus- und Garnisonskirche von 1869 mit dem auffälligen Turm, der sich zentral über der Vierung 55 m in die Höhe erhebt. Der mit 8.000 qm kleinste Botanische Garten Deutschlands befindet sich in der nördlichen Innenstadt.

Und natürlich hat Wilhelmshaven auch Mühlen vorzuweisen: der einstöckige Galerieholländer Koppener Mühle von 1698 bzw. 1839 sowie der einstöckige reetgedeckte Galerieholländer mit Steert, die Sengwarder Mühle von 1836.

Die 1438 erbaute Burg Kniphausen liegt vor den Toren Wilhelmshavens, eine ehemalige Wasserburg, umgeben von einem schönen und gepflegtem Park.

Fotos:
Schiff_WHV_Marinemuseum_©HB
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